Die pigmentierenden Praktiken bilden ein Querschnittthema des Konservatoriums der angewandten ocker und Pigmente, deren Gang
anlässlich der Ausstellung von 1996 in Gang gebracht wurde. Heute hat sich dieses Thema gut weiter entwickelt im Herzen des
Konservatoriums quer durch alle seine Aktivitäten (Materiothek-Bibliothek, technischer Empfang, pädagogische Ateliers,
Buchhandlung, Kontor, etc.
Das Plakat der Ausstellung von 1996 (ein Teil der Pigmentesammlung von JP Brazs,
vom Künstler fotografiert) ist das Emblem des Konservatoriums geworden.
Die pigmentierenden Praktiken im Konservatorium heute
Die Ausstellung von 1996
Die Ausstellung von 1996
1996 war die alte Fabrik Mathieu noch in der vor-bildlichen Phase, es handelte sich darum, die die Ziele der Assoziation Ôkhra
wert zu schätzen, die Wahrung und die Förderung des Wissens im Bereich der Anwendung von Pigmenten zu kennen.
Nach « Wand und Farbe » im vorherigen Jahr hat Ôkhra eine Annäherung an die « pigmentierenden Praktiken » vorgeschlagen
über eine Formel, die eine große Ausstellung und die Sommerkurse verbindet. Köder der grundlegenden Option, den
Austausch zwischen Fachleuten und Amateuren zu begünstigen.
Das Prinzip der Operation war, zwei Künstler und zwei Handwerker mit derselben Palette von natürlichen mineralischen
Pigmenten zu konfriontieren, um von einem Gewusst-Wie ausgehend den Ausdruck einer Sensibilität auftauchen zu lassen.
Gewisse für die Umsetzung der Pigmente benutzte Techniken weisen uns zurück zu den Ursprüngen des Handwerks
des Malers oder des Maurers, indem sie persdönliche Interpretationen von zeitgenössischen Stoffen und Produkten
erlauben.
Während der Dauer der Ausstellung vom 19. Juli bis zum 11. NOvember boten die Künstler (Jean-Pierre Brazs und
Roseline Giorgis) und die Handwerker (Vincent Tripard und das italienische Duo Carlo Biezuz-Boris Michalek bekannt unter dem Namen
« 3 Matons ») Einführungstage in ihre Techniken an, indem sie sie an brachliegenden Idustriegebäuden ausstellten, der
alten Fabrik Mathieu jener Zeit.
Vincent Tripard
:
dieser Handwerker, Dekorateur, treibende Kraft der Aktivitäten der alten Fabrik Mathieu, deren erste zwei Ausstellungen er
gesichert hat, schätzt, dass « die Malerei und die Dekoration als Elemente der Fertigstellung geeignet, das globale
Architekturkonzept wert zu schätzen, manchmal in der Diskretion und der Einfachheit eines Kalkanstriches geschehen. Dieser ist
die kohärente mineralische Folge eines Baues, während die Passage der Acrylrolle wie das Zeichen einer Abwesenheit
sein kann! »
Und er fügt hinzu: « Der Dekor ist keine Modeerscheinung mehr, sondern ein verpflichteter Durchgang. Die Wahl der Maltechniken
antwortet auf eine konstruktive Logik. Der Kalkmaler hat die ganze Zeit, darüber nachzudenken, ob es noch erlaubt ist, HAndwerker
zu sein ».
Carlo Biezuz et Boris Michalek
: Zu einer Einführung in die traditionellen Techniken des dekorativen Putzes wie in der italienischen Renaissance haben wir die
beiden aus der lateinischen Halbinsel stammenden Handwerker eingeladen. Die seit dem Altertum bekannten Putze wurden von dem
italienischen Architekten gegen Ende des XIII. Jahrhunderts in die dekorative Praxis eingeführt und von dem Architekten
Andrea Paladio im XVI. Jahrhundert wieder aufgegriffen.
Dieser Putz wird auch venitianischer Stuck genannt, denn er erfuhr eine große Entwicklung in Venedig und vor allem in den
venetischen Villen, Zweitwohnungen der Venezianer, am Ufer des Brenta gelegen, die meisten dank Adrea Paladio. Die Integration dieses
Putzes in die moderne Architektur ist hervorragend verwirklicht worden von Carlo Scarpa.
Jean-Pierre Brazs
: « Tonerden und Ockersände sammeln, Hämathit, farbige Erden und Schiefer, sowie verschiedene Eisen-, Merkur- und
Arsenminerale.
Die Rohmaterialien zermahlen, wenn notwendig in einem gusseisernen Mörser, dann der Vorgang der Pulverisierung, die
verschiedenen Pigmente extrhieren: Ocker blassgelb, dunkelgelb, leuchtendgelb, rötlich, rot oder ins Violette übergehend,
violett und blassgrün der Schiefer aus der Bretagne, mattrot der Hämathit, heftiges Gelb des Orpiment, tiefes Schwarz des
Ampelit und seltsames Licht des Zinnober ...
...Ist diese Arbeit getan, entscheiden, an welchen Orten mit welchen Techniken und nach welchen Motiven es passt zu malen.
Vor allem gut darauf achten, die Kapazität gewisser Pigmente zu verstehen, die im Halbschatten leuchtend bleiben».
So äußert sich Jean-Pierre Brazs, bevor er die Methode seiner Arbeit und die Art erklärt, in der er die so
erhaltenen Pigmente verwendet. Zu dieser Allchemie l&aumL,dt er die Teilnehmer seines Kurses ein, der stark einem
Einweihungsweg in die Pigmente ähnelt.
Roseline Giorgis
: Die Restaurierung von Kirchenbildern hat diese Künstlerin zu den natürlichen Pigmenten gefühtrt. Beim Studium der
provenzalischen Primitiven hat sie entdeckt, dass sie hauptsächlich Ockergründe ihrer Gegend verwendeten und aus der
Erde gewonnene Pigmente, die seltenen und teuren Pigmente für die Fertigstellung reservierend. Roseline Giorgis hat dann diese
Techniken auf ihre eigene Arbeit übertragen: Dekor, Decken, trompe l'œil..
Pigmentierende Praktiken im Konservatorium heute
Die Kurse
Techniken des Künstlers :
Techniken der künstlerischen Malerei : Eitempera, Enkaustik, Öl, mit Jean-Pierre Brazs
Workshop « Kunst und Natur » avec Jean-Pierre Brazs
Techniken der Ölmalerei mit Claude Yvel
Alte Techniken der Meister mit Claude Yvel
Handwerkliche Techcniken des Wanddekors :
Lasuren und Patinas des gemalten Dekors mit Vincent Tripard
Praxis des Kalkanstrichs mit Vincent Tripard
Dekorativer Putz mit Vincent Tripard
Stuck-Putz des Mittelmeeres mit Solène Delahousse
Und alle Kurse « Wand und Farbe »
Die Referenzwerke in der Buchhandlung (in französischer Sprache)
Für die Künstler :
Die Farbe aufgrund von Rohmaterialien von Nicolas Wacker
In Öl malen wie die alten Meister von Claude Yvel
Für die Handwerker des Wanddekors :
Ocker und dekorative Malerei de Vincent Tripard
Ocker und dekorative Dekore de Vincent Tripard
Tadelakt ein Kalkdekor de Solène Delahousse
Die technischen Datenblätter
Um eine Farbe zu erhalten
(praktisch)
Hasenhautleim (praktisch)
Gummi arabicum
(technisch)
Kalkanstrich
(praktisch)
Die Bibliothek-Materiothek
Eine Suche starten in der Bibliothek
über die natürlichen Erden
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über die natürlichen Erden
Materialkontor
Sie werden in der Abteilung
Gummen und Harze
und der Abteilung
natürliche Erden
alle Kleber, Gummen und Harzeund alle für diese Techniken notwendigen Pigmente finden.
Die thematischen Besichtigungen
Begleitete Führungen zum Thema der Techniken und Praktiken können auf Wunsch organisiert werden.
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