Die Büchlein des Konservatoriums wollen Werke und technische Essais herausbringen, die mit denen von Ôkhra gelenkten
Aktivitäten verbunden sind: methodische Studien, Akten wissenschaftlicher Begegnungen, thematische Hefte und Monographien
von Unternehmen oder Künstlern.
Livret Nr. 1 Les ocres de la belle marchandise.
Gelbe Ocker, rote Ocker, ...Wie hat man die natürlichen Ocker in der Fabrik Mathieu im Laufe des XIX. Jahrhunderts
hergestellt?
Elie Icard, Arbeiter dann Werkmeister, enthüllt uns die Feinheiten der Herstellung dieser schönen Ware, die damals
in alle Kontinente exportiert wurde.
Francine Simonin hat dieses auß:ergewöhnliche Zeugnis aufgenommen und übertragen. Als Verhaltensforscherin bietet
sie auch ihre Interpretation der Größe und der Vergangenheit dieser Industrie aus dem Vaucluse an.
« Dieses Werk ist der Orgelpunkt der Gedächtnisarbeit des Pays d'Apt und stärker noch der Gemeinde von Roussillon,
Heimat von Jean-Etienne Astier, die unternommen wurde, um eine der glorreichsten Seiten ihrer wirtschaftlichen Geschichte zu
retten.Das Ockerphänomen hat Spuren in der Landschaft hinterlassen: Kanäle und Bassins, Ocker und Maschinen, aber
auch in den Speichern und den notariellen Beständen, die überquellen von Akten und Registern oder von Korrespondenz.
Das Gehirn der Zeugen enthält reichlich Erinnerungen. Es galt, sie zu ernten und wieder zusammen zu fügen.
Francine Simonin hat dies mit Methode und Behutsamkeit gemacht, weit über ihren Auftrag hinaus. (...)»
Alain Daumen, Bürgermeister von Roussillon
Livret Nr. 2 Couleurs à boire, couleurs à manger
Warum ist die Tomate rot? Warum ist die Olive grün und der Honig gelb oder braun? Dies sind die erforschten Gebiete, wenn
man sich der Molekularchemie nähert. Denn sobald eine Frucht gepflückt, ein Tier geschlachtet ist, müssen sie
unverzüglich verzehrt oder konserviert werden.
Salzen, Einmachen, Räuchern, Pökeln, Trocknen verändern die natürlichen Farben, und verschiedene kulinarische
Zutaten dienen dazu, dieses Farbverlust auszugleichen. Hier reibt man sich an der Geschichte der menschlichen Praktiken vom
Altertum bis zu unseren Tagen, von Gewürzen bis zu E100, E120, ... Oder wie unsere Sinne, unsere Reflexe und unsere Kultur
uns dazu bringen, sicher zu sein hinsichtlich der Qualität aufgrund der regelmäßigen Farbe, den Appel der
farbigen Intensität, schließlich den Kunstwerken zu unterliegen, die den Appetit anregen ...
Um das Thema der "Farben zum Trinken - Farben zum Essen" zu vertiefen, hat das Konservatorium
der angewandten Ocker und Pigmente sich mit Wissenschaftlern, Industriellen, Historikern und Köchen umgeben, deren Adressbuch
und Bibliographie ein Konzentrat an Informationen bietet.
Für dieses Büchlein haben sich mehrere einverstanden erklärt, uns ihr Haltung zu liefern: Marie-José Amiot,
Forscherin bei INRA, Alain Chrisment, Experte der Farbmessung und Gründer der Gruppe 3C, Claude Gudin,
Wissenschaftler und Dichter, Philippe Fagot, Berater für Farbmanagement, Catherine Marcillaud, vom Centre Technique de la Viande,
das Unternehmen Kerry-Aptunion ... Endlich, André Maureau, dessen provenzalische Rezepte uns täglich begleiten, setzt den
I-Punkt mit seinen "Menüs der Farbe"
Dieses Büchlein führt entgegen gesetzte Kenntnisse zusammen, Erinnerungen oder Enthüllungen, Theorien und
Praktiken, deren Aurtoren offenkundig von unserem Vorsprung beeinflusst sind. Das Thema endet hier nicht, wir werden es weiter
entwickeln. Die Farbe umgibt uns und wir genießen sie täglich. Es bleibt uns, genauer noch seine technische Seite
aufzunehmen, die normalerweise der Spezialisten vorbehalten ist, damit das Publikum einen neuen Bereich der Neugier erobert.
Herausgegeben mit Edisud, bietet die Reihe der Büchlein des Konservatoriums Ihnen an, uns auf diesem Weg zu begleiten.
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