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Definition des technischen Erbes

Hinsichtlich der wirtschaftlichen Aktivität muss der Begriff des Kulturerbes großgig ins Auge gefasst werden und so auch die Fabriken, die Ockerbrüche, die Maschinen, das kollektive Gedächtnis, aber auch die kaufmännischen Aktivitäten die Mechanisierung und das heutige Gewusst-Wie.

In einem Gemeinschaftswerk "Land der Kunst und der Geschichte und Pole der Wirtschaft des Kulturerbes", erschienen bei La documentation Française 2001, hat Denis Chevallier, Ethnologe und beauftragt mit dem Transfer des Museums der Künste und der Volksbräuche von Paris nach Marseille, analysierte die Problematik der Kenntnis, der Erhaltung und der Übermittlung des Handwerkswissens:
 Â« der Schutz und folglich die Übermittlung des Gewusst-Wie und der traditionellen Techniken spielt also eine wesentliche Rolle in der Politik des Kulturerbes. Diese Schritte bedeuten eine gewisse Zahl von Problemen, die es zu lösen gilt:
 das Gewusst-Wie, von Natur aus informell, ist schwierig zu beschreiben. Es ist auch desshalb schwer zu lokalisieren, weil es in größere kulturelle Einheiten eingebunden ist: die Kultur des Handwerks, die berufliche Kultur, die regionalen Kulturen, von denen sie ein Hauptbestandteil sind;
das Gewusst-Wie entwickelt sich, es zeichnt sich ab in Dynamiken, die die des Bereiches der Aktivitäten sind aber auch in seinen wirtschaftlichen Mechanismen, die man auf europäischem bzw auf Weltniveau erfassen muss. Wenn man das Gewusst-Wie nur dadurch retten kann, dass man auf die Bedingungen selbst ihres Umlaufes einwirkt und damit auf ihre Übermittlung, muss man auch auf die Produkte einzuwirken verstehen, um auf neue Bedürfnisse zu antworten».
"Diese Schwierigkeiten dürfen uns nicht davon abhalten, unser Vorhaben zu verfolgen, ganz im Gegenteil, denn es ist dringender denn je, das Wissen und die Techniken zu betrachten, die unerlässlich sind im Vorgehen bei einer dauerhaften Entwicklung, die auf der besten Nutzung der örtlichen Vorräte gründet. Es ist also angebracht, immer im Sinn zu behalten, dass das Wissen wie die Gesamtheit des lebendigen Bereiches der kulturellen Güter sich schlecht mit Verordnungen verträgt».

Einleitung
Das Apter Land, wo die industrielle Ockertätigkeit die heutige touristische Landschaft geformt hat, ist ein außergewöhnlicher Fall. Ohne die Arbeit von Hunderten von Menschen, die Steinbrüche unter freiem Himmel und unterirdische Stollen gegraben haben, würden die Hügel mit Kiefern und Heidekraut nicht die Besucher aus der ganzen Welt anziehen. Aber die Situation des örtlichen industriellen Erbes ist deshalb nicht beneidenswerter als anderswo. Zahlreiche Fabriken, im Zentrum von Apt gebaut, sind abgerissen worden, die Produktionswerkzeuge verschrottet, die Archive verloren. Wir erleben das Ende eines Zyklusses, der zu Beginn des XIX. Jahrhunderts mit der europäischen Industriellen Revolution begonnen hatte. Die Erneuerung der Industrie vollzieht sich nicht in demselben Rhythmus, nicht in denselben Grenzen. Es obliegt unsererder Generation, für unsere Kinder das zu bewahren, was sie ihre Herkunft verstehen lässt. Die Bewusstwerdung ist sehr langsam. Zahlreiche Gegenden, die voon aufeinanderfolgenden wirtschaftlichen Krises schwer betroffen sind, wollen reinen Tisch machen mit ihrer industriellen Vergangenheit. Nach Datar zählte Frankreich 1995 20000 Hektar "industrielles Brachland", davon die Hälfte in der Gegend Nord-Pas-de-Calais ...

Definitionen

Kulturerbe

Das Kulturerbe ist eine in der Geschichte versunkene Idee und hat ihre eigene Geschichte. Zu Beginnbetrifft das Kulturerbe oder das römische Erbe eine familiäre Rechtmäßigkeit, die das Erbe pflegt: es ist die Verbindung innerhalb einer bestimmten Gruppe und bestimmten materiellen Gütern. Mit der Französischen Revolution nimmt das kulturelle Erbe eine neue Dimension an, um sich heute das gesamte Feld der sozialen Wissenschaften und darüber hinaus auszu breiten. Das kulturelle Erbe umfasst die Legenden, die Erinnerung oder die Sprache. Man spricht von Umwelterbe oder von genetischem Erbe. Dieser Begriff des Kulturerbes nimmt einen Gefühlswert an und bezeichnet gewisse allgemeine Bedingungen des Bestehens zu einem bestimmten Moment, wo man gerade um seine Integrität fürchtet.
Hinsichtlich der wirtschaftlichen Aktivität muss der Begriff des Kulturerbes großzügig gefasst werden und auch die Fabriken, die Ocker brüche, die Maschinen, das kollektive Gedächtnis, aber auch die kaufmännischen Tätigkeiten, die Mechanisierung der Produktion und das aktulle Wissen beinhalten.Um die Idee zu stärken, dass die gründliche Erinnerung weniger an den Besitz gebiunden ist als an den Genuss zitiert André Chastal in "Les Lieux de Mémoire" das Beispiel von Japan, wo die großen Heilitümer von Zeit zu Zeit vollständig wieder erbaut werden mit identischen Materialien aber neu: getreu den Techniken, den Bauvorgängen, dem Dekor, dem Gebrauch und der Würde des Bauwerkes. Diese Praxis bringt die Abendländer aus der Fassung. Die respektvolle und treue Beschreibung der Verhaltensweisen erlaubt, das Wichtige und Ursprüngliche in jeder Gesellschaft zu erfassen und zu erhalten.

Savoir-faire
In seinem historischen Wörterbuch der französischen Sprache definiert Alain Rey das Gewusst-Wie als eine "Geschicklichkeit, das zu erreichen, was man anpackt". Der Ausdruck ist im XVII. Jahrhundert erschienen zur gleichen Zeit wie der des savoir-vivre. Er unterstreicht, dass ab 1970 Zusammensetzungen nach diesen Modellen geschaffen werden besonders im Vokabular der Medien wie savoir-dire, savoir-être, savoir-manger. Angesichts des verbal reichlichen Vorhandenseins überrascht man sich dabei, zum Wesentlichen des Begriffs zurück zu kehren, wieder an das Produkt und den Handwerker zu denken. In einer von den Medien bestimmten Welt verliert man schnell das Bewusstsein der wirtschaftlichen Wirklichkeit. Man will einen Dekor reproduzieren, den man in einer Luxuszeitschrift gesehen hat, indem man möglichst wenig bezahlt. Nun aber muss man den Unterschied erklären zwischen einem Produkt fertig zum Gebrauch von sehr guter Qualität von gleichmäßiger Farbe, die überall haftet und dessen Formulierung die Techniken einer Spitzenchemie enthält, sich aber ständig wiederholend und auf der anderen Seite einem Rohmaterial, herkömmlich, von unterschiedlicher Natur, das der Handwerker durch sein Wissen dem Untergrund anzupassen versteht, je nach Zeit, eigener Kunst, eigener Erfahrung ... Um zu verallgemeinern, kann man sagen, dass das Gewusst-Wie entweder im Topf des Industriellen oder in der Hand des Handwerkers liegt. Alles wird also eine Frage der Zeit und entsprechend des Preises ... Das Ergebnis ist nicht, und kann nicht dasselbe sein. Bleibt dass nicht alle Handwerker immer diese Kultur ihres Handwerks haben, diesen Wunsch zu experimentieren, zu lernen und sich auszutauschen. Wenn die Begegnungen zwischen Handwerkern, Wissenschaftlern, Forschern und Industrielen zahlreicher werden, bemerkt man eine gegenseitige Bereicherung durch den Austausch, da alle eine gemeinsame Sprache sprechen, die des Materials.
® Mathieu Barrois






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